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Erotik Magazin - die News & Themen Übersicht
Ratgeber » Männer in den Wechseljahren HOT!
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| von: Redaktion | am: 02.01.2009 | 598 Hits |
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Bisher wurden immer nur Probleme mit den Wechseljahren den Frauen zugesprochen, allerdings leiden auch viele Männer ebenfalls unbewusst an dem sinkenden Hormonspiegel. Für viele Männer ab 40 ein häufiges Tabu-Thema, über das man nicht gerne spricht - schon gar nicht, wenn es sich um den dritten Frühling oder eine neue Liebe handelt.
Während früher das Lebensende und der sinkende Hormonspiegel im gleichen Zeitabschnitt zusammenfielen, ist es in der heutigen Zeit so, das die Veränderung des Hormonspiegels immer noch im gleichen Abschnitt mit etwa 40 - 45 Jahren beginnt, aber die Lebenserwartung immens gestiegen ist. Grundsätzlich spielt der männliche Körper dabei ganz gut mit, allerdings stellen sich neben Muskelschwund und dem berüchtigten Speck um die Hüften auch frustrierende Potenzprobleme ein, die die Männerseelen in eine Krise stürzen.
Ironischer Weise nennt sich dieser Sexualhormon-Mangel ADAM (Androgen Deficit in the Aging Male) also Sexualhormon-Mangel des alternden Mannes. Der Sexualhormon-Mangel betrifft alle Männer, auch die, die sonst völlig gesund und körperlich fit sind.
Mit etwa 25 Jahren bildet der männliche Körper das meiste Testosteron. Danach aber sinkt der Spiegel um 1,2% jährlich. Mit 75 Jahren ist somit nur noch die Hälfte vorhanden.
Durch den Alterungsprozess bilden die Leydigzellen in den Hoden immer weniger Hormone aus. Aber nicht bei allen Männern beginnt der Rückgang von gleich hohen Werten und zudem ist die Wirksamkeit des Hormons an unterschiedlichen Stellen von Mann zu Mann anders.
Gerhard (51, Magdeburg) litt über 4 Jahren an den negativen Auswirkungen seiner Wechseljahre. "Ich hab mich ziemlich schlapp gefühlt und auch nicht mehr wirklich die Lust auf Sex gehabt. Oftmals lag ich mit meiner Frau im Bett und nichts wollte funktionieren. Mein kleiner Freund hing dort wie eine schlaffe Nudel. Meine Frau Erika (46) war dagegen superfit und wäre gern täglich mit mir ins Bett gehüpft. Zum Schluss war ich sogar ziemlich abweisend ihr gegenüber und hab es einfach nicht geschafft, mit ihr darüber zu reden. Die Hemmungen waren einfach zu groß.
Erst als sie mir mit der Trennung drohte und auch indirekt den Vorwurf machte, ich müsse eine Geliebte haben, weshalb ich nicht mehr mit ihr schlafen würde, kam ich in Zugzwang und musste etwas unternehmen. Als allererstes bin ich dann zu meinem Hausarzt gegangen, der mich darüber aufklärte, dass ich in den Wechseljahren bin und dass dies völlig normal ist. Bis dato hat ich immer geglaubt das nur Frauen davon betroffen sind. Am Wochenende darauf habe ich mir dann wirklich viel Mühe gemacht, es meiner Frau schonend beizubringen. Ich lud sie in ein Restaurant ein, um ihr meine Probleme zu erklären.
Ich war ziemlich erleichtert, als sie mir sehr verständnisvoll entgegen kam. Gemeinsam schaffen wir das, meinte sie. Sie war auch die treibende Kraft, die sich beim Arzt für eine Hormonbehandlung einsetzte. Ich trage jetzt immer ein Hormonpflaster, das den abfallenden Hormonspiegel auffangen soll, und muss einmal im Monat zur ärztlichen Kontrolle. Mein Befinden hat sich seit dieser Zeit wirklich positiv verbessert."
Psychologe Klaus Jansen meint dazu: "Die Symptome der Wechseljahre sind schon seit Jahren bei den Frauen bekannt. Man könnte meinen, das die Männer, durch ihre Hemmungen offen darüber zu besprechen, in die Defensive gerutscht sind und einen erheblichen Aufklärungsbedarf zum Thema Wechseljahre benötigen. Es gibt in Deutschland mittlerweile mehrere Behandlungsmethoden um den Mann bei seinen Wechseljahren zu unterstützen. Wenn man sich für eine Behandlungsmethode entscheidet, sollte man genau prüfen, ob diese nötig ist. Meistens reicht nämlich eine psychologische Betreuung. In vielen Dingen ist es eine Sache vom Kopf, da schlagen Pflaster, Viagra und andere Medikamente zwar an, allerdings schadet man sich auch in gewissen Maßen selbst. Eine der umstrittensten Behandlungen bleibt die Hormontherapie, da diese nur bei wenigen Männern wirkungsvoll anschlägt. Bei einigen Testpersonen ergab es einen engen Zusammenhang mit dem Seelenleben und dem Sexualhormon. Viele "Mangel-Männer" klagten nach der Behandlung über Symptome wie Unwohlsein, Traurigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, sogar bis hin zur Wut und Depressionen. Daher sollte man erstmal ein offenes Gespräch suchen, bevor man zu Pflastern und Pillen greift."
Elisabeth (43, München) und ihr Mann Herbert (44) haben über drei Jahre die verschiedensten Behandlungsmethoden ausprobiert. "Die Wechseljahre fingen bei Herbert schon ziemlich früh mit 38 Jahren an. Zuerst haben wir gedacht, dass es an dem beruflichen Stress liegen könnte, allerdings war dem nicht so. Er litt oft an Stimmungsschwankungen und zog sich immer mehr zurück. Die schärfsten Dessous, das verdorbenste Spielzeug, nichts wollte bei ihm mehr anschlagen, obwohl ich mir im Bett die größte Mühe gab. Nach zwei Jahren hab ich ihn dann zu einer Partnerberatung geschleppt. Die Psychologin hatte nach mehreren Gesprächen ihre Vermutung geäußert, dass er in den Wechseljahren ist. Darauf hin haben wir seinen Hormonspiegel beim Arzt kontrollieren lassen, der uns dies bestätigte. Er bekam darauf hin die Hormonbehandlung, die aber nichts an unserer privaten Situation und an seinem Wohlbefinden änderte. Von Viagra bis hin zu Pflästerchen hat der Arzt alles an ihm ausprobiert.
Nach drei Jahren hab ich dann einen Schlussstrich unter die ganzen Behandlungen gezogen. Herbert hab ich ganz deutlich gesagt, dass ich es gar nicht mehr möchte, dass er von einem Arzt zum nächsten rennt und sich doch nichts daran ändert. Ich wollte, dass er nicht mehr unter Druck steht. Ich merkte, dass es ihn sehr belastet im Bett nicht mehr mein starker Hengst zu sein.
Verwunderlich und toll fand ich, als zwei Monate nach der letzen Behandlung verstrichen waren und er urplötzlich doch wieder Lust hatte. Er hatte sich selbst im Kopf eine Barriere gesetzt.
Mittlerweile ist unser Sexleben wieder auf der Höhe. Er selbst steht nicht mehr unter Zugzwang und kann den Sex wieder genießen. Der Impuls von mir war für ihn unheimlich wichtig. Schade, dass ich ihm nicht schon eher den Druck abgenommen habe, dann hätten wir uns die Rumdoktorei ersparen können.
Die beste Therapie ist und bleibt halt die eigene, intakte Beziehung", erzählt die 43-jährige.
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